"Wohlfühlschule"
NEUE MITTELSCHULE

St. Jakob im Rosental

Die Anfänge des Schulwesens im oberen Rosental liegen wahrscheinlich im 18.Jahrhundert. In Maria Elend soll der erste Unterricht 1770 stattgefunden haben, in Rosegg 1780.

Der erste geregelte Unterricht in St.Jakob wurde 1791 im Pfarrhof erteilt. Die Unterrichtszeit dauerte anfangs von 11 bis 14 Uhr.

 1822 besuchten von 136 schulfähigen Kindern nur 66 die Schule. Im Jahre 1850 werden bereits 224 schulfähige Kinder ausgewiesen. Wegen stetig steigender Schülerzahlen kam es 1879 zur Errichtung eines eigenen Schulgebäudes an der Stelle der heutigen Volksschule.

Seit 1924 war im Gebäude auch eine ländliche, seit 1934 eine allgemeine gewerbliche Fortbildungsschule eingerichtet.

Nach dem Beschluss des Gemeinderates zur Einführung der Hauptschule in St.Jakob im Jahre 1938, baute man das Schulgebäude den Anforderungen entsprechend aus. 

Die Hauptschule nahm ihre Tätigkeit im Herbst 1943 mit der Eröffnung einer Klasse auf. Schulleiter und Lehrer war Franz Reisenauer aus Villach.

In den Jahren 1948 – 1952 leitete die ehrgeizige Direktorin Maria Lang-Reitstätter die „Ländliche Versuchshauptschule“. 

 Der nachfolgende Schulleiter OSR Dir. Franz Kenda war mehr als zwei Jahrzehnte Direktor der Schule, die sich unter seiner Leitung einen sehr guten Ruf als Bildungsstätte erwarb.

 

So berichtet die Schulchronik vom Beginn der Aktion „Tag des Waldes“ am 5.April 1954, die sich bis heute erhalten sollte. Jahr für Jahr ziehen Schüler ausgerüstet mit Hauen und Pflanzen (Fichten, Föhren und Lärchen) in den Wald um Kahlschläge oder brachliegende Flächen aufzuforsten. Unter fachkundiger Leitung von Bezirksforstmeister Ing. Marginter wird den Schülern die Bedeutung des Waldes sowie die richtige Setztechnik auch heute noch erklärt.

Eine weitere bahnbrechende Aktion im Dienste der Sicherheit wurde in St.Jakob aus der Taufe gehoben. Nach intensiver Vorarbeit durch HOL Walter Fuchs und des Postenkommandanten Rev.-Insp. Karl Wurzer konnte der erste Schülerlotsendienst in Kärnten am 17.Oktober 1966 seine Tätigkeit aufnehmen. Schon bald hielt diese Einrichtung auch Einzug in anderen Schulen Kärntens. Am 26.6.1970 organisierte das Kuratorium für Verkehrssicherheit das erste Landestreffen der Schülerlotsen in Klagenfurt. 

 

Auf Grund eklatanter Raumnot, - die Schule führte 10 Klassen, für die nur 6 Klassenräume vorhanden waren -  konnte im Schuljahr 1970/71 ein neues Schulgebäude bezogen werden. 

Im Schuljahr 1972/73 übernahm OSR. Dir.Johann Greßl die Leitung der Hauptschule. Auf Grund einer Novellierung des Schulorganisationsgesetzes begann im Herbst 1985 die neue Hauptschule mit leistungsheterogenen Stammklassen in den Realfächern und leistungsdifferenzierten Gruppen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. 

In den Jahren 1988 bis 2002 leitete OSR. Dir. Alois Sticker die Hauptschule St. Jakob i. Ros. Unter seiner Führung hat die Hauptschule die gestellte bildungspolitische Aufgabe der Autonomisierung, der standortbezogenen Schulentwicklung, auf besondere Art und Weise bestens gemeistert. Besonderer Wert wurde auf eine umfassende Vermittlung von Wissen, Verhaltensregeln, Kompetenzen und Weltverständnis gelegt.

 

Jedes Haus wird nach 30 Jahren sanierungsbedürftig, so auch die Hauptschule. Im Kellerbereich gab es arge Feuchtigkeitsschäden und so entschloss sich der Schulerhalter zur Generalsanierung der Kellerräumlichkeiten im Jahre 2000. Nach sehr intensiven Bemühungen durch Dir. Sticker Alois wurde schließlich die Errichtung eines Zubaus sowie die Generalsanierung des gesamten Hauses beschlossen. 

Eine überaus gelungene Eröffnugsfeier des Schulum- und -zubaues im Dezember 2002 bildete auch den Beginn der neuen Schulleitung durch Dir. Johann Obiltschnig, zu der er in Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistungen bestellt wurde.

Im Dienste der Menschen stehen, für andere etwas tun, das Gemeinwohl fördern, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen - das ist dem Menschen Johann Obiltschnig eines der wohl wesentlichsten Anliegen. Dies kam bereits in sehr jungen Jahren zum Ausdruck, als er seine Berufswahl getroffen hatte. Wohl kein anderer Beruf liegt so nahe am Menschen und an der Entwicklung der Jugend, wie der, den er wählte.

Umfassend ausgebildet, war Johann Obiltschnig über 40 Jahre im Schuldienst tätig.  Mit 1. März 2012 ging Dir. Johann Obiltschnig in Pension.

Die Nachfolge trat Frau Dir. Karin Melcher an.

 

Mit dem Schuljahr 2014/15 wurde unsere Schule zur Neuen Mittelschule, unsere Kooperationsschule ist die HLW St. Peter.

 

Pädagogisches Konzept:

  • Zwei Lehrpersonen unterrichten in einer Klasse gemeinsam - in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
  • Individualisierter, auf die Bedürfnisse und Potenziale des Kindes angepasster Unterricht in der Klasse - das Lernen orientiert sich an den Stärken jedes einzelnen Schülers/ jeder einzelnen Schülerin,  Schwächen werden nicht vernachlässigt
  • Förderung der Selbstständigkeit im Rahmen der Freiarbeit (Selbsterarbeitung von Unterrichtsinhalten)
  • Die Schülerinnen übernehmen schrittweise die Verantwortung  für ihr Lernen

 

Aufgaben der Neuen Mittelschule:

 

Die NMS hat die Aufgabe, die Schülerinnen je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit für den Übertritt in weiterführende mittlere und höhere Schulen zu befähigen sowie auf das Berufsleben vorzubereiten. Ziel ist es, jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich individuell zu fördern.

 

 

 

 

 

Altes  Schulgebäude 1966


Tag des Waldes 1966


Schülerlotsen 1966


Unsere Schule nach der Renovierung 2002